„Was ist denn hier los?!…

… ist der Blog etwa eingeschlafen?“, werdet ihr euch vielleicht mittlerweile fragen.

IMG_0746

Ich kann euch versichern: dem ist nicht so! In den letzten Monaten habe ich nun endlich mein erstes Staatsexamen hinter mich gebracht und kann mich nun der Sonnenseite des Lebens zuwenden🙂 Meine Freizeit-To-Do-Liste ist in eine utopische Länge ausgeartet – d.h. ich habe demnächst noch viel vor und werde fleißig berichten.

Allerdings war ich nicht ganz untätig. Nach dem Lernen habe ich mich abends gerne mit ein bisschen Handarbeit belohnt. Mein Überkleid wurde mit schicken Stickereien aufgepimt (ich liiiiebe sie❤❤ ), eine wunderschöne Skjoldehamn-Gugel mit Stickereien ist entstanden und ich habe mir für eine sehr kalte Con ein Zwischenkleid genäht, das ich zwischen dem Unter- und dem Schürzenkleid tragen kann. In den kommenden Tagen werde ich davon berichten – ihr dürft gespannt sein!🙂

Nun wünsche ich euch ein schönes verlängertes Wochenende – für mich geht es nach Arcarus – der Stadt der Abenteuer!

In der Zwischenzeit könnt ihr im Blog einer guten Freundin stöbern – für alle Leseratten unter euch ein Muss! Mit guten Rezensionen und Buchinterviews bietet sie ein breites Lesespektrum. Viel Spaß beim Buchseetaucher!

Bis bald!

Näh-Advents-Kalender-Verlosung

Blanca von Kleine Kleinigkeiten (.wordpress.com) veranstaltet eine richtig süße Verlosung – da versuche ich natürlich auch mein Glück🙂
Vielleicht hat ja noch jemand anderes Lust, seinen Namen in den Lostopf zu werfen?

Ihr Lieben,

was für ein schöner Herbsttag. Aber dennoch, Weihnachten ist nicht mehr lange hin. Heute habe ich einen kreativen Leckerbissen für euch. Vierundzwanzig prall gefüllte Adventskalendertütchen.

PhotoGrid_1446308182756-1

Ursprünglichen Post anzeigen 77 weitere Wörter

Kampfkaftan (oder auch „Kampftan“) – das unvorteilhafteste Kleidungsstück aller Zeiten

Etwas verspätet möchte ich euch endlich mein größtes Projekt meines Nähmarathons im Sommer vorstellen: der Kampfkaftan.

Für den Larp-Kampf wollte ich mir ursprünglich einen Gambeson zulegen, allerdings passte keiner so recht zu meinem Charakterkonzept. Inspiriert wurde ich schlussendlich von Asruns Alternative: sie nähte einen gefütterten Kaftan, den man als Gambeson tragen kann. Das war DIE Lösung, welcher ich unbedingt nacheifern musste!

Im folgenden zeige ich euch einige der Schritte, die zum schlussendlichen Ergebnis geführt hatten.

Als Außenmaterial wählte ich weißen Baumwollköper, den ich noch Zuhause hatte. Diesen färbte ich – wegen Zeitnot chemisch und leider nicht pflanzlich – grün. Das Futtermaterial bestand aus drei Lagen Umzugsdecken aus dem Baumarkt. Das Innenfutter war dünner naturfarbener Bomull vom IKEA – ich weiß, nicht das beste Material, aber man nehme, was man hat ^^ Für die Besätze an den Säumen reichten noch Stoffreste von beigem Leinenstoff, aus dem auch meine Tunika ist.

Um die in etwa richtigen Maße zu bekommen, nahm ich eine gut sitzende Judojacke und nahm von ihr den Schnitt ab und wandelte ihn leicht ab – insbesondere was die Länge und der vordere Teil des Kaftans anging.

Zunächst schnitt ich das Innenfutter zurecht und passte auf dieses das Futter und den Außenstoff an.

 photo 52fc4b9f-003c-4e4f-86fe-4f019d1edab9.jpg

 photo IMG_1389.jpg

 photo IMG_1385.jpg

Die drei Lagen Umzugsdecke nähte ich dann mit dem Außenstoff zusammen, damit die vielen Schichten beim weiteren Bearbeiten nicht verrutschten. Zum Glück schaffte diesen Schritt meine Nähmaschine noch, sonst wäre ich niemals rechtzeitig zum Drachenfest fertig geworden.

 photo d8a39d80-7c43-40c3-a3ae-442392389463.jpg

Daraufhin nähte ich die Schulternaht, die die beiden vorderen Teile mit dem Rückenteil verbindet. Es folgten die Ärmel, die ich ebenfalls zunächst an das Rücken- und das jeweilige Vorderteil nähte, und die Keile, die für mehr Beinfreiheit sorgen. So lange ich „lediglich“ acht Lagen (2 x 3 Lagen Innenfutter + 1 Lage Außenstoff) zusammen nähte, konnte ich sogar noch die Nähmaschine benutzen. Es war kritisch, aber noch machbar. Anders sah es dann an den Stellen am Zipfel der Keile und unter den Achseln aus, wo insgesamt 12 Lagen zusammen zu nähen waren. Dort musste ich dann per Hand nähen.

 photo IMG_1395.jpg

Als dann alles zusammengenäht war, erlebte ich eine böse Überraschung. Aufgrund der vielen Lagen, die unter den Achseln zusammen trafen, drückte diese Stelle ungemein. Darüber hinaus waren die Ärmel fast zu eng, wenn ich noch eine Tunika unten drunter anziehen wollte – was ja der Fall ist.
Nachdem der erste Ärger verpufft war, entschloss ich mich, von der Achsel ausgehend bis zum Ende des Ärmels ein zusätzliches Stück Stoff einzunähen, das lediglich aus dem Außen- und dem späteren Innenstoff (ohne Futter) bestehen sollte. Damit halbierte ich den Nahtwulst und verlagerte ihn auf einen Punkt vor und hinter der Achsel. Darüber hinaus wurde der Ärmel weiter.
Hier sieht man die „Ärmelerweiterung“:

 photo IMG_2024.jpg

Als dies soweit stand, nähte ich den Innenstoff zusammen, stülpte es auf den auf links gedrehten Kaftan und befestigte ihn mit einigen Handstichen am Innenfutter, damit er sich beim An- und Ausziehen nicht verschiebt.

 photo IMG_1397.jpg

Daraufhin folgten schlussendlich die Besätze an den Säumen. Diese nähte ich zunächst mit der Nähmaschine auf den Außenstoff, klappte sie dann nach innen und nähte sie per Hand mit verdeckten Stichen auf die Innenseite.
Den Abschluss bildeten dann die Holzknebel und die einfachen Schlaufen, für die ich Ledergarn benutzte, weil es reißfest ist – und weil ich zu dem Zeitpunkt der Fertigstellung bereits auf dem Drachenfest war und nichts Anderes dabei hatte😀

Hier sieht man auch den Sicherheitsstich, mit dem ich den Innenstoff am Innenfutter befestigte. Leider hatte ich zu dem Zeitpunkt nicht dran gedacht, ihn lieber weiter außen anzusetzen, weshalb man ihn nun sehen kann. Aber an sich stört es mich nicht, deshalb hab ich ihn so gelassen.

 photo IMG_2023.jpg

 photo IMG_2025.jpg

 photo IMG_2022.jpg

Und so sieht der Kampftan schlussendlich im Gebrauch aus. Mit und ohne Lederrüstung.

 photo IMG_1990.jpg

 photo IMG_1993.jpg

 photo IMG_2017.jpg

 photo IMG_2011.jpg

Ich fühle mich meistens wie ein Michelinmännchen, wenn ich ihn trage. Aber er hat mich vor einigen blauen Flecken auf dem Drachenfest bewahrt und ich trage ihn sehr gerne🙂 Die Ärmel binde ich fürs Bogenschießen meist noch mit einem Lederband enger, damit sie nicht im Weg sind. Aber ansonsten mag ich die weiteren Ärmel.
Er ist nicht annähernd so schön geworden, wie Asruns Kampfkaftan. Aber ich bin schlussendlich sehr zufrieden und mag ihn wirklich sehr.

Hier nun einige Eckdaten:
Verbrauch: etwa 2 1/2 Meter Baumwollköper, 3 Umzugsdecken, 2 1/2 Meter Bomull, Stoffreste Leinen, eine ganze Menge an Nerven
Dauer:
– Shrek 1 – 4
– Disneys Verwünscht
– Disneys Küss den Frosch
– Das 10. Königreich: 1 und 2 (die restlichen drei Filme muss ich demnächst auch endlich sehen :D)
– noch etwa drei bis vier weitere Stunden, in denen ich gerade keinen Film nebenher gesehen bzw. gehört habe und die Zeit, die ich noch auf dem Drachenfest mit Handnähen verbracht habe

Und weil ich dies lang nicht mehr gemacht habe: Lieblingsfund in letzter Zeit auf Youtube:

Die Blitztunika – eine Anleitung für alle, die es eilig haben

Tag 6

Heute kam ich endlich dazu, die am Donnerstag (16.7.) angekündigte Blitztunika zu machen.

Ich erkläre im Folgenden Schritt für Schritt, wie man ganz schnell und ohne Ärmelchaos eine Tunika zaubern kann. Je nach Größe des Menschen, für den sie bestimmt ist, und die Breite des Stoffes, kann es eine normale Tunika oder eine Übertunika mit kürzeren Ärmeln werden.

Ich hatte ein Stück Walkloden mit den Maßen 100 x 156 cm zur Verfügung. Dies sollte meine neue Übertunika werden. Da der Walkloden nicht ausfranst muss ich ihn nicht abkurbeln, das erspart mir erstmal viel Arbeit. Allerdings möchte ich die Schnittkanten an Ärmeln, Kragen und unterem Saum noch mit dem Schlingenstich (auch Festonstich) versäubern – dies aber mehr der Zierde wegen.

Diese Blitztunika kann in einer halben Stunde – je nach Übung schneller oder langsamer – fertig sein!

Schritt 1: Die richtige Größe des Stoffes.

Bei mir war dieser Schritt sehr einfach, denn ich hatte nur dieses kleine Stück Stoff. Ich faltete die längere Seite des Stoffes, sodass er nun die Größe 100 x 78 cm hatte. Darauf legte ich die Tunika, die als Untertunika dienen sollte. Der Kragen der Untertunika liegt bündig am Stoffbruch. Der Halsausschnitt der Tunika sollte in der Mitte des Stoffes sein. Solltet ihr mehr Stoff haben als ich, müsst ihr ein bisschen ausprobieren, wie ihr den Stoff falten müsst, damit er die Länge bekommt, die ihr braucht. Bei mir wurde die Tunika ein bisschen länger als die Untertunika – so wie ich das wollte. Habt ihr die richtige Länge gefunden, schneidet ihr den Rest des Stoffes ab. Achtung: Vergesst nicht, dass der Stoff im Umbruch liegen muss!

 photo IMG_1370.jpg

Als ich die Tunika auf meinen Stoff gelegt hatte, wusste ich nun, wo der Halsausschnitt der Obertunika sein soll. Diese Stelle habe ich mir markiert und habe dann…

Schritt 2: Der Halsausschnitt

…das Loch für den Kopf ausgeschnitten:

 photo IMG_1374.jpg

Für die richtigen Maße etc. gibt es hier eine gute Anleitung. Kleiner Tipp am Rande: schneidet den Halsausschnitt lieber zunächst etwas kleiner aus. Vergrößern kann man ihn später immer noch, wenn er zu eng ist. Aber kleiner machen, wenn er mal zu groß ausgefallen ist, ist umständlicher.

Schritt 3: Dem Stoff die richtige Tunika-Form geben

Als nächstes faltete ich den Stoff wieder wie anfangs und legte erneut die Untertunika drauf. Nun geht es darum, zu schauen, wie breit die Tunika sein muss. Denn enger als die Untertunika sollte sie nicht sein. Das könnte unbequem werden. Ich zeichnete also mit Schneiderkreide ein bis zwei Zentimeter neben der Tunika entlang, um die spätere Naht zu markieren.

 photo IMG_1373.jpg

Auch hier war ich wieder einmal eher großzügig. Enger nähen kann man später ja immer noch. Ich machte also die Markierung und steckte es danach ab, damit der Stoff mir später nicht verrutscht.

 photo IMG_1375.jpg

Danach nähte ich ruckzuck diese zwei Linien nach. Um sicher zu gehen, probierte ich die fast fertige Tunika danach zusammen mit der Untertunika an. Zumindest zwickte es zu diesem Zeitpunkt nirgends:

 photo IMG_1378.jpg
(sieht ein bisschen wie ein Poncho aus😀 das beste ist eh die karierte Hose…)

 Schritt 4: Die Tunika ausschneiden

Die Rechtecke unter den Ärmeln schnitt ich danach aus und drehte die Tunika auf rechts.

 photo IMG_1379.jpg

Wer bis dahin Glück hat und auf Anhieb die richtige Größe erwischt, hat nun eine fertige Tunika (abgesehen von eventuellen Säumen und Abkurbeln der Schnittstellen etc.). Wer einen Stoff wählt, der ausfranst, sollte die Schritte des Zusammennähens und Ausschneidens eventuell tauschen. Wenn man den Stoff zuerst ausschneidet, ist es einfacher die Schnittstellen abzukurbeln, als erst, wenn sie zusammengenäht sind. Aber das ist Geschmackssache😉

Ich hatte leider Pech und die Tunika war einen kleinen Tick zu weit. Also nähte ich sie etwas enger und schnitt die dadurch entstandene breitere Nahtzugabe ab. Unten ließ ich einen etwa 18 cm-langen Schlitz, um die Bewegungsfreiheit zu erhöhen.

Fertig war die Blitztunika.

 photo IMG_1381.jpg
In den kommenden Tagen werde ich die Tunika noch mit dem erwähnten Schlingenstich versäubern. Aber einsatzfähig wäre sie jetzt schon😉

Und nun wünsche ich euch viel Erfolg bei eurer eigenen Blitztunika! Ich hoffe, ich konnte den ein oder anderen inspirieren!

Viele Grüße,

eure Brynja

Burgfest Hohentwiel

Seit Donnerstag ist nähtechnisch nicht mehr viel passiert.

Am Freitag habe ich den Stoff für mein größtes Projekt dieses Nähmarathons gefärbt. Am Montag werden die restlichen Materialien dafür besorgt – dann berichte ich euch mehr von diesem Vorhaben😉

Gestern (Samstag, 18.7.2015), war ich auf dem Burgfest in Hohentwiel. Die Burganlage ist umwerfend beeindruckend! Ich war selbst als Akteur dort und hatte aus diesem Grund den Luxus, mit einem Shuttel bis nach oben gefahren zu werden – so mussten meine Leute und ich (plus Equipment) den Berg nicht zu Fuß erklimmen, was bei der gestrigen Hitze wirklich viel wert war😀 Von dort oben hat man einen traumhaften Ausblick – man kann bis zum Bodensee sehen!

Bevor unser Auftritt abends war (übrigens auf der Bühne, auf der auch schon Ray Charles und Joe Cocker gespielt haben <3), hatte ich endlich Gelegenheit, mein neues Überkleid auszutragen und ein paar Fotos zu machen. Nun endlich mit fertigem Saum:

 photo IMG_20150719_172552_KLEINER.jpg

Hier noch ein Foto von Vinri und mir – einer lieben Bekannten aus dem Flinkhand-Forum. Zufällig stellten wir wenige Tage zuvor fest, dass wir beide auf das Burgfest gehen würden und so nutzten wir gleich die Gelegenheit, uns in live kennenzulernen *g* Auch sie war mit ihrem frisch selbst genähten Kleid dort. Auf ihrem Blog ist die Entwicklung des Kleides vom Färben bis zum fertigen Kleid zu verfolgen.

 photo IMG_20150719_180533.jpg

Ich bin sehr zufrieden und freue mich schon auf jedes weitere Mal, an dem ich das Kleid tragen kann, hihi!

Mein Erzfeind, die Tunika

Tag 3 (Donnerstag, 16.7.2015) ist zu Ende und ich bin einigermaßen zufrieden.

Zuallererst habe ich den Saum meines Kleides fertig gemacht. Das ging ruckzuck und plötzlich war es fertig. Die weiteren Projekte hatten sich aber als tückenhaft herausgestellt.

Wie heute Morgen berichtet, wollte ich eine Tunika reparieren. Und zwar sind bei ihr ein paar Nähte gerissen. Um es stabiler zu machen, hatte ich zunächst vor, das gute Stück aufzumachen und mit einer Kappnaht zu versehen. Wie ich mir die Tunika aber ansah und auch nochmal anprobierte, kam ich auf die Idee, gleich eine neue nähen zu können – das wäre nicht unbedingt mehr Arbeit. Pustekuchen! Und schon begann meine Odyssee….

Wenn bei mir irgendwelche Kleidungsstücke grundsätzlich schief gehen, dann sind das Tuniken. Ich weiß nicht, was dieses Kleidungsstück gegen mich hat, aber es scheint zutiefst beleidigt zu sein oder so. Denn jedes Mal, wenn ich eine Tunika nähen möchte, geht der erste Anlauf mit 100%iger Sicherheit schief. Heute war leider keine Ausnahme…

Um eine stabilere Tunika zu haben, nähte ich die Ärmel mit einer Kappnaht an – das erste Mal übrigens, dass ich diese Naht verwendete. Zack, alle Nähte zusammen, anprobiert und Zonk! Das Teil war viel zu weit, sah mehr wie ein Kartoffelsack aus und die Kappnaht bewirkte, dass der Stoff sich unter der Achsel aufblusterte und was weiß ich nicht alles.

Und dann gab es einen Kurzschluss bei mir. Ich war von dem Teil so angenervt, weil es mir so viel Zeit gestohlen hatte. Ich nahm die Schere und hab radikal weggeschnitten. Ich hab mir nichtmal die Mühe gemacht, die Nähte aufzutrennen – wieso auch, es war eh viel zu weit. Also verabschiedeten sich die Seiten, die Kappnähte und auch die Keile, die ich eingenäht hatte, weil das so halt in den ganzen Schnittmustern im Internet gestanden hatte. Vielleicht habe ich auch einfach nicht den Körper, den sich das Internet vorstellt, dachte ich mir.

Ich nähte die Teile nochmal zusammen, aber eben anders. Die Keile blieben weg und auch die Kappnaht ließ ich bleiben. Stattdessen entschloss ich mich, die Nahtzugaben nach dem Zusammennähen zur Seite zu legen und nochmals mit einer Naht am Stoff zu befestigen. Vielleicht kann ich ja damit ein bisschen mehr Stabilität erzielen.

So sah es dann zum Schluss aus (irgendwie hab ich es nicht geschafft, ruhig zu halten – deshalb die Geisterhand… Achso und: bitte ignoriert diesen bemitleidenswürdigen Gürtel… Ein anständiger mit einer ordentlichen Länge ist bereits bestellt…):

 photo IMG_1363.jpg

Das Ergebnis gefällt mir auch richtig gut. Die Tunika sitzt gut, spannt nirgends (wie die andere) und vor allem der Halsausschnitt gefällt mir. Der ist mir diesmal gut gelungen – besser zumindest als die letzten Male. Ich entschloss mich auch dazu, den Halsauschnitt per Hand festzunähen, damit das Oberteil gleich ein bisschen mehr Zierde hat🙂

 photo IMG_1369.jpg

Also gut. Tuniken und ich stehen zwar irgendwie auf dem Kriegsfuß, aber anscheinend schaffen wir es so langsam, Friedensverhandlungen einzuleiten. Mal sehen, was daraus wird.

Die alte Tunika hab ich dann doch noch ausgebessert. Allerdings hab ich sie nicht, wie geplant, aufgemacht, sondern einfach nur die Nähte erneuert und dann die Nahtzugabe wie bei der neuen Tunika umgeklappt festgenäht.

Benötigte Zeit: Fluch der Karibik Teil 1 – 3. Die neue Tunika hatte einfach zu viel Zeit gefressen…

Was ich heute nicht geschafft habe: die Blitztunika und die weitere Recherche zur Nadelbindung. Mal sehen, was ich morgen alles schaffe.

Brynja wird jetzt Matratzenhördienst leisten. Ich wünsche euch eine gute Nacht!

over und out.

„Ich ziehe dieses Kleid nie wieder aus!“

Tag 3

Oben zitierter Satz schrieb ich einer Freundin, als ich das Hängekleid fertig hatte und zur Probe trug.

Am Dienstag hatte ich, wie schon damals angekündigt, den Stoff zugeschnitten. Und danach war es um mich geschehen. Ich hatte die wenigen Stoffteile angesehen und gedacht: „Mensch, das wäre doch gelacht, wenn ich das nicht ruckzuck zusammen genäht hätte!“ Also krempelte ich die Ärmel hoch, spuckte – nicht wirklich – in die Hände und die Flotte Lotte wurde aufgebaut.

Ich habe diesen Schnitt benutzt. Ich musste mich in das Prinzip erst reindenken, aber sobald es „Klick“ gemacht hatte, war es recht einfach. Ich habe allerdings im Brustbereich mehr Nahtzugabe gelassen, als vorerst geplant. Wie alles zusammen genäht war, hatte sich herausgestellt, dass das genau die richtige Entscheidung gewesen ist. Enger hätte es nicht sein dürfen, sonst würde ich nicht rein und raus kommen…

Wenn ich das auf diversen Seiten richtig gelesen habe, müsste das Überkleid eigentlich aus Wolle sein. Da aber dieser wunderschöne Leinenstoff schon seit Jahren im Schrank liegt, habe ich entschieden, mit diesem ein erstes Überkleid zu nähen.

 photo bb706d23-dfe3-48d3-bc6e-1b2d2f5f93ab.jpg

Hier ist der Stoff bereit zum Ausschneiden. Vor diesem nächsten Schritt fürchte ich mich jedes Mal. Ich überlege dann immer fieberhaft, ob ich an alles gedacht habe oder ob ich einen gravierenden Denkfehler haben könnte. Da ich den Stoff aber eh schon zurecht schneiden musste, damit er die richtige Breite für das Zuschneidprinzip hat, war es dieses Mal leichter. Der Stoff war eh schon „verschnitten“.

Das folgende Zusammennähen ging gefühlt ruckzuck. Ein Blick auf die Uhr sagte mir aber, dass es wohl doch länger als die gefühlten zwanzig Minuten gedauert haben muss. Viel Zeit hat mich das Herstellen und das Anbringen der Träger gekostet.

Aber schlussendlich war es dann fertig:

 photo IMG_20150716_084733.jpg

Der Saum unten ist allerdings noch nicht fertig. Ich konnte mich noch nicht recht für die Länge entscheiden. Ich schätze aber, dass ich nicht viel kürzen werde. Ich werde einen doppelt eingeschlagenen Saum machen, konnte mich aber gestern nicht dazu aufraffen.

Hier die Eckdaten:
Verwendetes Material: 101 auf 201,5 cm + 96 x 5 cm für die Träger
Dauer:

  • 1 x den Soundtrack von Merida für das Zuschneiden des Stoffes
  • 1 x Disneys Aladdin und Arielle für das Zusammennähen

Heute werde ich den Saum fertig machen und dann gibt es hoffentlich bessere Bilder, wenn ich am Samstag mit dem Kleid auf dem Burgfest in Hohentwiel war😉

Soviel zu dem Kleid. Es folgen die weiteren Nachrichten:

Neue Erkenntnisse über Brynjas Nadelbindung-UNkenntnisse…

Gestern war eine Freundin zu Besuch und wir haben festgestellt, dass ich wohl einen eigenen Nadelbindung-Stich erfunden habe… Das ganze ist aufgrund eines Denkfehlers ganz am Anfang passiert und jetzt hab ich zwar eine zu einem Drittel fertige Mütze, aber genadelt ist das jedenfalls nicht. Joah. Sie zeigte mir, wie der Stich wirklich geht und jetzt probiere ich es nochmal neu. Die angefangene Mütze werde ich irgendwann zu Ende machen. Da meine Freundin aber noch nie aus einer Rosette angefangen hat, sind wir nicht sicher, ob es jetzt richtig ist… Das heißt, ich werde heute kräftig Recherche im Internet betreiben und dann schauen, wie es weitergeht. Hoffentlich kann ich die Tage dann mal von einem Erfolgserlebnis in diesem Bereich berichten…

Projekte für Donnerstag, den 16.7.

Für Heute habe ich mir viele kleine Projekte vorgenommen.

  • Eine alte Tunika muss dringend repariert werden. Dort reißen ständig die Nähte auf. Vielleicht mache ich es ganz auf und schaue, ob ich an den betroffenen Stellen eine Kappnaht machen kann. Je nachdem, wie viel der Stoff noch hergibt…
  • Der Saum vom besagten Überkleid muss noch gemacht werden
  • Desweiteren ist eine Blitz-Tunika mit halblangen Ärmeln geplant. Der Schnitt ist super einfach und schnell – allerdings ist er nicht sonderlich historisch korrekt, befürchte ich. Da ich aber ja im LARP-Bereich unterwegs bin, kann man da ein Auge zudrücken, schätze ich. Das Problem ist, dass ich schätze, dass der Stoff für ein übliches Schnittmuster nicht reicht. Na mal sehen. Vielleicht überlege ich es mir nochmal.

Das war es vorerst von mir. Jetzt wird die Nähmaschine bereit gemacht und dann schaue ich mal, wie weit ich komme.

Erstmal kurz verschnaufen…

Tag 1

Es ist geschafft! Gestern habe ich meine Abschlussarbeit abgegeben und ich kann es immer noch nicht so recht fassen😀 Zwar kommen immer noch ein paar Prüfungen auf mich zu, aber diese große Hürde und drei der insgesamt sechs Prüfungen habe ich schonmal gemeistert. Die Arbeit hat mir inhaltlich großen Spaß gemacht, trotz allem fällt mir ein großer Stein vom Herzen. Die nächsten Prüfungen sind im Oktober, also kann ich dem Kopf erstmal  ein bisschen Urlaub gönnen🙂

Letzte Woche sah mein Schreibtisch noch so aus:

 photo 08f3a41b-5402-4465-87ee-c31aa32cb079.jpg

Die Bücher und der Papierkram haben den Tisch bereits verlassen. Ab Morgen wird hoffentlich die Nähmaschine den Platz für sich beanspruchen, hehe!

Vorhin habe ich mal ein bisschen die Stoffe gesichtet, die sich angesammelt haben. Außerdem habe ich eine To-sew-Liste angefertigt – mann, oh, mann! Da kommt ja einiges auf mich zu. Mal sehen, wie viel ich davon schaffen werde! Wir können gespannt sein😀

Hier die erste Ausbeute – alle Stoffe habe ich auf Anhieb nicht gefunden. Da werde ich noch ein bisschen Ausgrabungsarbeit leisten müssen…

 photo 61eeca1a-a862-4db9-a5c4-e4b278bb72eb.jpg

Als erstes werde ich ein Hängekleid aus dem brombeer-roten Stoff zaubern. Darauf freue ich mich schon sehr! Heute wird der Stoff zugeschnitten und dann schau ich mal weiter.

Parallel arbeite auch an meiner ersten selbst genadelten Mütze. Momentan wirkt sie viel zu groß – mal sehen, ob das besser wird, wenn ich noch ein paar Runden weitermache. Erste Bilder davon gibt es morgen!

Einen schönen Tag euch allen!

Brynja

Lied des Tages: Ben Caplan – Stranger

Möge das Fadenspiel beginnen!

Herzlich Willkommen!

Hier entsteht bald ein Blog rund um Näh- und Bastelprojekte, Nadelbindung, verzweifelte Strickversuche und sonstige handwerkliche Aktivitäten!

Aktuell stecke ich noch mitten in wichtigem Unikram, aber der Countdown läuft! Ich kündige bereits hier meinen zweiwöchigen Näh-Marathon an, der am nächsten Dienstag, dem 14. Juli 2015, beginnen soll. Also seid gespannt!

Herzliche Grüße aus Mannheim,

Brynja